RAUTER Fertigteilbau zähmt die “Steinerne Jungfrau”

  Download PressemitteilungDownload als PDF   Download hochauflösendes Bildmaterial: 5 Bilder   Download Bildmaterial  

Beitrag veröffentlicht 12/2019

Die steirische Gemeinde Radmer an der Stube liegt in einem idyllischen Hochtal östlich des Nationalpark Gesäuse. Die Zufahrt zum beliebten Ausflugsort musste wegen der hohen Steinschlaggefahr allerdings wiederholt gesperrt werden. Durch eine neue, österreichweit einzigartige Steinschlagverbauung sind Passanten in Zukunft vor den Souvenirs der „Steinernen Jungfrau“ geschützt. Nicht zuletzt dank der massiven Sonderfertigteile aus dem Hause RAUTER.

Bereits vor einigen Jahren wurden zwei Reihen an Netzen errichtet, um den Steinschlag von der „Steinerne Jungfrau“ genannten Steilwand aufzufangen. Doch die schwierige Topographie, durch die sich die L127 „Radmerstraße“ in diesem Bereich schlängelt, machte einen wirklich effektiven Steinschlagschutz nahezu unmöglich. Zumindest bis die Steirische Landesregierung in Summe 2,7 Millionen Euro in die Hand nahm, um der Steinschlaggefahr endgültig ein Ende zu setzen. Es gibt freilich keine technische Herausforderung, der sich die Steirer nicht mit vereinten Kräften stellen – vor allem, wenn es um die Sicherheit von Passanten geht. So wurde neben den ausführenden Ingenieuren und Baufirmen auch das Institut für Grundbau und Bodenmechanik der Technischen Universität Graz damit beauftragt, das tatsächliche Gefahrenpotenzial anhand von Simulationsprogrammen zu errechnen.

28 Tonnen-Sonderfertigteile stützen die Steinschlagverbauung

Um das 120 Meter lange Straßenabschnitt dauerhaft zu schützen, wurden insgesamt 15 gigantische Fertigteilstützen in die vor Ort vorbereiteten Fundamente eingesetzt. Die Kragarme, die an den jeweils 28 Tonnen schweren Stützen befestigt sind, spannen nun die gewaltigen Steinschlagnetze über die gesamte Breite der Fahrbahn. Zwischen den Stützen wurden zudem 2 Meter hohe Fertigteilwände eingesetzt, die ebenfalls bei der RAUTER Fertigteilbau GmbH im steirischen Murtal vorgefertigt wurden. Kein anderer Fertigteilhersteller in Österreich war bereit, sich der Herausforderung in der Produktion derartiger Stützen zu stellen, wie RAUTER-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Wilfried Klade verrät.

Auch Dipl.-Ing Andreas Kammersberger vom Referat Straßeninfrastruktur – Bestand im Amt der Steiermärkischen Landesregierung bestätigt auf Anfrage die schwierige Herausforderung: „Die eingesetzten Sonderfertigteile sind aufgrund der komplexen Geometrie und der enorm dichten Bewehrungsführung sicherlich eine nicht alltägliche Herausforderung.“ Als Spezialist für Sonderfertigteile hat sich die Firma RAUTER österreichweit einen hervorragenden Ruf aufgebaut. Mit dem spektakulären Projekt an der Radmerstraße hat RAUTER nicht nur die produktionstechnischen Herausforderungen gezähmt, sondern auch die Steinerne Jungfrau.

 

   
Anlieferung der massiven Sonderfertigteile und Installation der 28 Tonnen schweren Stützen sowie der Wandelemente für die neue Steinschlag-Verbauung an der „Steinerne Jungfrau“ genannten Felswand entlang der L127 Radmerstraße (Steiermark, Bezirk Leoben).
Abdruck honorarfrei bei Nennung: © Kirchdorfer


Die Steinschlagverbauung an der „Steinerne Jungfrau“ genannten Felswand wurde im Herbst 2019 fertiggestellt.
Abdruck honorarfrei bei Nennung: © DI Walter Klöckl, Hengsberg