Modernisierung des Steinbruchs Rejta: Frischer Wind im alten Steinbruch

Beitrag veröffentlicht 04/2014

In einem umfassenden Modernisierungsprojekt wird die gesamte Produktionslinie des Steinbruchs Rejta in Südböhmen auf den neuesten technischen Stand gebracht. Neben höherer Gesteinsqualität und Produktionsleistung stehen vor allem auch ökologische Überlegungen im Zentrum der zukunftsorientierten Investition.

Ein Zementwerk „ist nun mal keine Schokoladenfabrik“: Dieser legendäre Ausspruch ist auch ein Jahrzehnt nach dem Ableben unseres ebenso legendären Konzernlenkers Max Machanek noch in aller Munde. Erst recht gilt das für einen Steinbruch. Denn wo schwere Felsbrocken in mehreren Stufen zu feinkörnigem Gestein gebrochen werden, da kann es gewaltig stauben. Doch im Steinbruch Rejta, seit 2004 Teil der KÁMEN A PÍSEK im tschechischen Krumau, gehört die hohe Staubbelastung demnächst der Vergangenheit an.

Mit einem Investitionsvolumen von ca. einer Mio. Euro, das zur Hälfte aus Fonds der EU bzw. des tschechischen Umweltministeriums gefördert wird, steht die Reduktion der Feststoffemissionen in die Umluft an erster Stelle des Modernisierungsprojekts. Unter der Projektleitung von Dipl.-Ing. Otakar Veselý jun. wurde das langfristig geplante Projekt über die Wintermonate realisiert und mit Aufnahme des Probebetriebs im April 2014 abgeschlossen.

Acht Mitarbeiter werden dann im Schnitt 120.000 Tonnen Fertigmaterial pro Jahr produzieren, das aufgrund seiner hohen Qualität in Asphaltmischungen und Unterbauten für Straßen, Autobahnen und auch im Eisenbahnbau Anwendung findet.

Langfristige Investition in Qualität, Sicherheit und Umweltschutz

Pavel Fučik, Geschäftsführer der Krumauer Konzerntochter, zeigt sich hoch erfreut, dass nun auch der in sehr schlechtem Zustand übernommene Standort Rejta auf den hohen Produktions- und Qualitätsstandard der mittlerweile neun KÁMEN A PÍSEK-Steinbrüche quer durch die tschechische Republik gebracht werden konnte.

„Wir haben die Rekonstruktion der technologischen Produktionsstraße und den Aufbau der modernen Entstaubung, die in unseren Betriebsstätten zum Standard gehört, bereits langfristig geplant und freuen uns, dass wir dieses Projekt nun in Angriff nehmen konnten – gerade in einer Zeit, in der die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht gerade günstig für Investitionen sind. Doch wir verfolgen eine sehr langfristige Perspektive mit diesem Steinbruch, der beim geplanten Abbauvolumen noch für mindestens 65 Jahre hochwertiges Material liefern wird.”

Weniger Staub, höhere Gesteinsqualität

In dem technisch komplexen Modernisierungsprojekt werden moderne Absaugeinrichtungen an allen Fertigungsknoten, sowie Drucksprüh- und Wasserbenetzungseinrichtungen installiert. Dadurch ist es möglich, die Staubemissionen auf ein Minimum zu reduzieren.

Gleichzeitig kommen modernste Brecher zum Einsatz. Die Produkte werden nun auch in einer neuen Siebanlage getrennt, wodurch die Qualität und Reinheit des Gesteins verbessert werden kann.