Maba Fertigteilindustrie entwickelt neues Lärmschutzkonzept

Beitrag veröffentlicht 03/2013

Rund um Sollenau-Theresienfeld in Niederösterreich ist mit Ende Jänner Ruhe für die Anrainer eingekehrt. Steigender Durchzugsverkehr mit zunehmendem Lärmaufkommen führte zur Errichtung einer Umfahrung beider Orte, die mit hochwertigem Lärmschutz sowie dem Verkehrsleitsystem der Maba Fertigteilindustrie (FTI), einer Tochter der international agierenden Kirchdorfer Gruppe, versehen wurde. „Ein besonderes Highlight ist die optisch abwechslungsreiche Gestaltung, da diese die Konzentration der VerkehrsteilnehmerInnen hoch hält“, betont Dr. Bernhard Rabenreither, Geschäftsführer der Maba FTI. Eingesetzt wurden zwei Lärmschutzkonzepte. So wurde auf einer Straßenseite eine Phonobloc® Mono A3 Lärmschutzwand, auf der gegenüberliegenden Seite eine Kombination des Delta Bloc®-Verkehrsleitsystems mit Phonobloc-Wänden errichtet.

„Innovationen können nur entstehen, wenn wir sie zulassen“, kommentiert DI Peter Beiglböck, Straßenbaudirektor des Landes Niederösterreich, seine Entscheidung für den Einsatz von zwei Maba Lärmschutzsystemen. „Beide Systeme sind zukunftsweisend und bieten besondere Vorzüge.“

Wirtschaftliche und effiziente Lärmschutz-Kombination
Die mit 1.200 Quadratmetern auf einer Seite der Umfahrungsstraße errichtete Phonobloc-Wand ist mit einem 3-Schicht-System vollflächig schallabsorbierend und mit Stahlrammpfählen sicher im Boden verankert. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite entstand eine Kombination des bewährten Verkehrsleitsystems Delta Bloc mit Phonobloc-Elementen. So sichert Delta Bloc gegen das Abkommen von der Fahrbahn und fixiert gleichzeitig die Lärmschutzwand Phonobloc. Dieses Lärmschutzkonzept spart Kosten, denn es werden keine Fundamente benötigt und es entfällt der Aufwand für die statistischen Berechnungen.  „Maba kann mit beiden Lärmschutz-Konzepten die zur Zeit effektivsten und wirtschaftlichsten am Markt anbieten“, freut sich Verkaufsleiter Prok. DI Daniel Briedl. Insgesamt wurden 2.025 Quadratmeter Phonobloc-Lärmschutzelemente eingesetzt. Beide Systeme sind 2,5 Meter hoch und wurden auf einer Länge von je 450 Metern parallel zueinander im Zeitraum Oktober bis Dezember 2012 errichtet. Das Kombi-System ist zudem mit einer Fluchttür versehen. 

Mehr Sicherheit während der Fahrt

Immer wieder führt Übermüdung zu schwerwiegenden Verkehrsunfällen. Besonders lange, gerade Strecken mit monotoner Umgebung lassen LenkerInnen rascher ermüden. Mit optischen Reizen wird die Konzentrationsfähigkeit der VerkehrsteilnehmerInnen stimuliert. Bei der Umfahrung Sollenau-Theresienfeld wurde daher auf die abwechslungsreiche Gestaltung besonders geachtet. „Die Lärmschutzwände sind beidseitig mit roten, grauen und grünen Elementen versehen, die zu verschiedenen Mustern zusammengefügt sind“, erklärt Briedl. „Die freie Gestaltung von Lärmschutzwänden war bis vor Kurzem wirtschaftlich nicht realisierbar. Die Farbgestaltung wurde auf die Umgebung abgestimmt und so fügen sich die neuen Lärmschutzwände auf der B17 optimal in die Landschaft ein.“

Das smarte Phonobloc System mit 3 Schichten

Eine dünne, reflektierende Versiegelungs-Schicht gewährleistet die größtmögliche Reduktion des Schalldurchganges. „Herkömmliche mineralische Lärmschutzsysteme erreichen dies durch eine massige Betonschicht, die zugleich statische Aufgaben übernimmt. Bei Phonobloc wird diese Funktion aufgeteilt und das Element damit wesentlich wirksamer“, erklärt  Daniel Briedl. Die zweite Schicht – eine tragende Absorptionsschicht – sorgt für Schallabsorption der Klassen A3 und A4 und ist somit höchster Stand der Technik. Hier übernimmt die bewehrte Absorptionsschicht die Schallreduktion und nimmt gleichzeitig statische und dynamische Belastungen auf. Die dritte Komponente ist eine gestaltbare Design-Schicht. „Wir haben eine Möglichkeit geschaffen, gerade auf diesem bis dato sehr eingeschränkten gestalterischen Gebiet kreativ tätig zu werden. Damit können wir die Elemente besser in die Umgebung und Landschaft einbinden“, erklärt Rabenreither. Die freie Gestaltung von fließenden Formen war bisher wirtschaftlich nicht realisierbar. Durch den intelligenten Schichtaufbau von Phonobloc ist es möglich, sich in architektonischer Hinsicht sowie in Farbe und Form einzubringen. Erreicht wird das durch die klare Trennung von Design und Technik.