KIRCHDORFER und ASAMER besiegeln neues Joint-Venture

Beitrag veröffentlicht 12/2013

KIAS Recycling GmbH gegründet

Die bereits angekündigte Zusammenarbeit zwischen den beiden oberösterreichischen Baustoffherstellern Kirchdorfer und Asamer wurde am 25.11. vertraglich fixiert. Beide Unternehmen halten je 50% an der neu gegründeten KIAS Recycling GmbH. Kerngeschäft des Unternehmens ist die Aufbereitung und Verwertung von Altreifen am Standort Ohlsdorf, Geschäftsführer sind Robert Pree und Anton Secklehner.

Breite Produktpalette bleibt bestehen

Seit 2003 hatte die ASAMER-Tochtergesellschaft ART (Austrian Rubber Technology GmbH) am gleichen Standort die stoffliche Verwertung von Altreifen betrieben. Das produzierte Granulat wird seither für Kunstrasenspielfelder, Fallschutz, Trittschalldämmung und für die Landwirtschaft eingesetzt. Auch ein Zuschlagstoff für Asphalt, ein Motorradunterfahrschutz mit Gummibeschichtung und eine niedrige, fundamentlose Lärmschutzwand mit einem absorbierenden Gummielement für die Eisenbahn wurde entwickelt.

Neues Geschäftsfeld geplant

Neben der bereits bestehenden stofflichen Verwertung der Altreifen soll zukünftig auch die hochwertige energetische Verwertung betrieben werden. Dazu wird ein Kompetenzzentrum aufgebaut, in dem speziell aufbereitete Gummi-Fraktionen für diesen Zweck erzeugt werden. Für die Kirchdorfer, die seit 125 Jahren auf Brennstoffe zur Zementherstellung angewiesen sind, ist das neue Joint-Venture die Fortsetzung der erfolgreichen Strategie zur Sicherung notwendiger Ressourcen. Erich Frommwald, CEO der Kirchdorfer Gruppe: „Ökologische Zementproduktion verlangt die Reduktion von CO2-Ausstoß, der beim Verbrennen von Kohle entsteht. Deshalb setzen wir mittlerweile bis zu 70% alternative Brennstoffe ein. Mit der gemeinsamen Kooperation kann das Kirchdorfer Zementwerk einen Teil der benötigten Ersatzbrennstoffe in der erforderlichen Qualität langfristig sicherstellen.“  Im vergangenen August wurde das Kirchdorfer Zementwerk mit einer „Anerkennung für vorbildliche Umweltschutzmaßnahmen in der Zementindustrie“ von Umweltminister Nikolaus Berlakovich ausgezeichnet. Die neue Kooperation bestätigt diese Strategie.

Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit in anderen Geschäftsbereichen sind zwischen ASAMER und KIRCHDORFER derzeit nicht vorgesehen.