Energiegeladen: Kirchdorfer Zementwerk und ALFUMA brennen für die Umwelt

Beitrag veröffentlicht 10/2013

Aufgrund der hohen Energiekosten, der begrenzten Verfügbarkeit und der steigenden Preise von fossilen Energieträgern bzw. Rohstoffen werden Sekundärstoffe für die Zementindustrie immer wichtiger. Zusätzlich ist das Thema einer nachhaltigen Wertschöpfung gerade für das Kirchdorfer Zementwerk von großer Bedeutung.

Durch die zunehmende Verwendung von alternativen Rohstoffen und Ersatzbrennstoffen werden wertvolle Ressourcen in nachhaltiger Weise geschont. Zugleich ermöglicht die Reduzierung von Emissionen eine weitere Entlastung der Umwelt. Die ALFUMA GmbH mit Sitz in Kirchdorf setzt hier laufend neue internationale Maßstäbe und hat sich seit 2011 verstärkt mit Ersatzbrennstoffen beschäftigt. Mittlerweile zählt man bereits zu den führenden Experten auf diesem Gebiet.

Im Kirchdorfer Zementwerk werden derzeit etwa 60 bis 70% an Ersatzbrennstoffen verheizt. „Unser Fokus liegt bei Gummigranulaten aus dem Altreifen-Recycling, da diese Stoffströme aufgrund ihrer Homogenität und des sehr hohen Heizwerts bei gleichzeitig geringen Chlorwerten besonders interessant für den Einsatz als Ersatzbrennstoff sind“, so Anton Secklehner, Prokurist von ALFUMA sowie Werksleiter im Kirchdorfer Zementwerk. Auswirkungen auf die Zementqualität gibt es durch den Einsatz von Ersatzbrennstoffen aber keine: „Nein, die Qualität ist unverändert. Das wird regelmäßig in Labors getestet.“

Auch Textil-Flusen, Kunststoffleichtfraktion sowie PU-Pellets aus dem Kühlschrank Recycling sind Brennstoffe, auf die man sich in Kirchdorf erfolgreich spezialisiert hat. Neben einer gleichbleibenden Zementqualität führt der Einsatz von Ersatzbrennstoffen auch zu konkreten Verbesserungen im Bereich der Ressourcenschonung und der CO2-Emissionen.

So konnte der jährliche Kohlebedarf um mehr als 50% verringert werden. Das entspricht einer CO2-Reduktion von etwa 20.000 Tonnen. Basierend auf der Pro-Kopf-Emission (Quelle: Carbon Dioxide Information Analysis Center (CDIAC), Stand: 2008) eines Österreichers von 8,6 Tonnen CO2 pro Jahr wurde somit der jährliche Verbrauch von 2.330 Personen eingespart.

„Wir sind aktuell in der Beschaffung und dem Vertrieb von Ersatzbrenn- und Ersatzrohstoffen tätig. Zukünftig ist auch die Aufbereitung von alternativen Energieträgern ein Thema“, beschreibt Jürgen Secklehner, Assistent der Geschäftsführung, die Schwerpunkte des Unternehmens. Die ALFUMA GmbH versorgt neben dem Zementwerk Kirchdorf auch andere Zementwerke mit Ersatzbrennstoffen. „Künftig sollen auch die beiden Lafarge Zementwerke Mannersdorf und Retznei aber auch andere Feuerungsanlagen mit hochwertigen Sekundärstoffen beliefert werden“, informiert Jürgen Secklehner.

Im Bereich der Ersatzrohstoffe reicht die Palette von ALFUMA von alternativen Eisen bis hin zu Aluminium- und Siliziumträgern, die für die Klinker-Produktion benötigt werden. „Der zentrale Gedanke ist eine möglichst nachhaltige Ressourcennutzung und eine Minimierung des Primärressourcenbedarfs. Kurz- bis mittelfristig soll sich ALFUMA zur ersten Adresse im Bereich Ersatzbrenn- und Ersatzrohstoffe in und um Österreich entwickeln,“ so Anton Secklehner über das ehrgeizige Ziel des Unternehmens.